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Pörtner, Rudolf: Mein Elternhaus. dtv, 1984

antiquarisches Einzelstück, 386 Seiten, 373 g, Preis inklusive Versand in Deutschland: 24 €

Vorwort

Wie haben Luise Rinser, Norbert Blüm, Kardinal Höffner oder Annemarie Renger ihre Kindheit verbracht? Wo sind sie aufgewachsen, ihre Eltern, wie die sozialen Umstände, was hat ihr späteres Leben beeinflußt? In diesem Buch erzählen zweiundvierzig namhafte Zeitgenossen über ihre Kindheit, und man erfährt viel darüber, wie sie wurden, was sie heute sind. Gleichzeitig bietet es einen äußerst aufschlußreichen Querschnitt durch das deutsche Familienleben in der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts. Ob es sich um ein aristokratisches Elternhaus wie das des Grafen Bernadotte oder um den Hamburger Arbeiterhaushalt der Eltern Loki Schmidts handelt, ob von dem Beamtenkind Helmut Kohl oder von der Unternehmerfamilie Philip Rosenthal die Rede ist: In ihrer Gesamtheit ergeben die verschiedenen Familienbilder ein Stück privater Zeitgeschichte, das an Anschaulichkeit manches Geschichtsbuch übertrifft. Unterlegt mit alten Familienfotos, werden die Darstellungen bei manchem Leser die verblaßten Bilder der eigenen Kindheit wieder hervorrufen, einer Kindheit, die von Krieg und Nachkrieg, von Tod, Trauer und Hunger geprägt war - aber auch von Geborgenheit, von Hoffnung und von dem unerschütterlichen Gefühl, beschützt worden zu sein.

Inhalt:

IDA EHRE: Mein Elternhaus war ein Mutterhaus
JOACHIM VON ELBE: Die »Landratur« in Neuwied am Rhein
HELMUT HENTRICH: 1914: Das Jahr, das alles veränderte
MAX SCHMELING: Eigentlich sollte ich eine Maxi werden
EUGEN GERSTENMAIER: Das Haus in der Au, vom Großvater gebaut
WALTER HENKELS: Wir gingen über die Wupper
JOSEPH KARDINAL HÖFFNER: Mein erstes Gebet galt meiner Mutter
WOLF GRAF VON BAUDISSIN: Als aus Neustadt Weiherowo wurde
GRAF LENNART BERNADOTTE: Prinz in weißen Seemannskleidern
ALFRED HEUSS: Eine Kindheit im Ersten Weltkrieg
HANS THIMME: Das Haus an der Sonne
MARIANNE HOPPE: Mein Pony hieß Blanca
Luise Rinser: Friede, Gleichmaß, Ruhe? Nichts davon
HENRY MARX: Das andere Vaterland nahm ich mit
HERMANN HÖCHERL: Ich bin der Waldbauernbub geblieben
RUDOLF PÖRTNER: Das Haus in der Kronprinzenstraße
WERNER HÖFER: Die VOSS und der tönende Zauberkasten
EDUARD PESTEL:Uns fehlte der geistige Kompaß
ERNST NEY: Der Sonntagsjunge und die große Krise
PHILIP Rosenthal: Mein Vater fuhr vierspännig zum Erfolg
KARL-GÜNTHER VON HASE: Schwarzweiß, schwarzweißrot, schwarzrotgold
OTTO WOLFF VON AMERONGEN: Der Blick auf den Rhein: Die Herzarterie Europas
ANNE MARIE RENGFR: Die Berlinerin aus Leipzig
Loki SCHMIDT: Der Pfefferfresser, der die Banane brachte
BRUNO MORAVETZ: Die Berge ringsum und die Schwarze Kirche
EGON BAHR: Das geheimnisvolle »es« - das Leben
IRING FETSCHER: Ein Elternhaus in dunkler Zeit
JOACHIM STEFFEN: ... und Großmutter konnte hexen
HANS BLICKENSDÖRFER: »Nicht auffallen!« hieß die Parole
JOSEFERTL. Der Bub, der Bauer und der Einödhof
MARIA SCHEI.L: Wie ich das Kindermachen lernte
REINHARD APPEL: Wir Appel-Kinder waren Keller-Kinder
HORST EHMKE: Danzig, Brotbänkengasse 39
ERHARD EPPLER: Freiheit hieß das Zauberwort
PAUL RAABE: Kinderjahre in der Oldenburger Rankenstraße
HERMANN Glaser: Mäander der Verborgenheiten
FRIEDRICH KARL FROMME: Hinter scheinbar stabilen Mauern
IGNAZ KIECHLE: »Wir sind die Kiechles und nicht wer anderes«
HELMUT KOHL: Katholisch, liberal, patriotisch
MII.DRED SCHEEL: Das Arztkind im Röntgenlabor
NORBERT Blüm: Tri-tra-trallala - dem Wolf brechen die Zähne aus
ANKE FUCHS: Das »Kastell« in Blankenese