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Kühn, Harald; Richter, Peter: Als die Hoffnung starb - Das Schicksal der jüdischen Fotografen-Familie Frank aus Lilienthal. Verlag M. Simmering, Lilienthal, 2005

antiquarisches Einzelstück, 111 Seiten, 602 g, Preis inklusive Versand in Deutschland: 33 €

"Als die Hoffnung starb…" ist der Titel des Buches der Autoren Harald Kühn und Peter Richter über die jüdische Fotografen-Familie Frank, die bis zum Jahr 1936 ein renommiertes Fotoatelier in Lilienthal betrieb. Über drei Generationen hatten die Franks in der Hauptstraße 44 (heute "Galerie Kühn") ein Fotoatelier betrieben. Julius Frank jr. hatte schon in jungen Jahren für seine künstlerische Fotografie renommierte internationale Preise gewonnen. Die Franks gehörten zur Lilienthaler "Gesellschaft", waren engagiert in diversen Vereinen, bildeten viele Lehrlinge aus - bis die Nazis begannen, sie zunächst zu schikanieren, dann zu drangsalieren und schließlich zu terrorisieren. Im Jahr 1936 entschied sich Julius Frank mit 29 Jahren zur Emigration in die USA.

All das ist aufgezeichnet in den Tagebüchern des Karl Lilienthal und wurde von Harald Kühn und Peter Richter dort gefunden. Was sie dort nicht fanden, recherchierten sie durch Befragung älterer Lilienthaler. Und so erfuhren sie u.a. auch, dass Julius Frank eine junge Freundin Hildegard hatte, die ihm später in die USA folgte und dort mit ihm eine Familie gründete.

Auf geradezu abenteuerliche Weise fanden Kühn, Richter und einige Mitstreiter heraus, dass Hildegard Frank - inzwischen über 90 Jahre alt - in Los Angeles lebt. Sie nahmen Kontakt zu ihr und ihren Kindern auf, konnten so ihre Recherchen abrunden - und bekamen von Hildegard Frank ein Paket mit vielen künstlerisch äußerst wertvollen Landschafts- und Porträtfotos, die Julius Frank in seiner Lilienthaler Zeit gemacht hat. Daraus und mit den ihnen vorliegenden Dokumenten enstand ein beeindruckendes Buch.