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König, Johann-Günther: Bremer Kindheiten. Schünemann, Bremen 1989

antiquarisches Einzelstück, 400 Seiten, 649 g, Preis inklusive Versand in Deutschland: 35 €

Kinner mit'n Willen kriegt wat vör de Billen, hieß es früher in Bremen, wenn einem Erwachsenen einmal wieder die Hand ausgerutscht war oder wenn das Ausrutschen angedroht werden sollte. Billen ist der niederdeutsche Ausdruck für Wangen oder Hinterbacken. Wer wat vör de Billen kriegte, bekam folglich einen Hinternvoll. Wie die Kinder der Hansestadt in der Vergangenheit lebten und mit welchen Strategien sie ihren Erziehern begegneten, das erfahren Leserin und Leser in diesem Buch, in dem berühmte, weniger berühmte und gar nicht berühmte Bremerinnen und Bremer aus ihrer Kindheit und Jugend berichten.

Inhalte:

Einführung

Erster Teil (bis 1850)
Unbekannte Bremerin, Sei nur ruhig, liebes Kind!
Franz Johann Böving, Ich soll viel wilde Streiche gemacht haben
Martin Heinrich Wilkens, Was uns eigentlich erzog
Arnold Duckwitz, Wir wußten uns stets zu beschäftigen
Johann Georg Kohl, Ich war eine blaße Erfahrungsnatur
Dietrich Schäfer, Mutter war nur sonntags und nachts zu Hause

Zweiter Teil (bis 1900)
Ludwig Quidde, Vita, Abituraufsatz und Rückblick
Gustav Pauli, Der Vater redete wohlgesetzt und ernst
Meta Henriette Sattler, Unsere Kleidung folgte nicht der üblichen Mode
Heinrich Vogeler, Weit ins Leben hinein verfolgten mich schreckliche Schulträume
Theodor Spitta, Fast täglich lieferten wir uns nach Schulschluß Schlachten
Anton Kippenberg, Anton wird Buchhändler!
Marga Berck, Keine von uns hatte eine Ahnung vom Kampf um das tägliche Brot
Rudolf Alexander Schröder, Es hieß, ich sei ein ungezogenerBengel
J. H. Theodor Wätjen, Ich sehe noch den Trauerzug sich aus dem Hause langsam entfemen
Wilhelm Maßolle, Als die schwere Haustür des Waisen hauses hinter mir zufiel
Ernst Moritz Gorsemann, Gekauftes Spielzeug habe ich nicht gekannt

Dritter Teil (bis 1960)
Ernst Rowohlt, Als ich 17 war
Henrich Focke, Wie ich dazu kam, Flugzeuge zu bauen
Ilse Laura Dresel-Koenenkamp, Nehmt mich von der Affenschule runter
Josef Kastein, Mit den ]ahren wird die Phantasie komplizierter
Käthe Popall, Die ersten Denkanstöße
Gerda Löning, Zur Strafe in den Bodenverschlag
Peter Weiss, Das war ja noch eine Welt, Ich kam hierher, noch ehe ich gehen konnte
Alexander Weiss, Aufbruch gehört zu meinen frühesten Erinnerungen
Herbert Schwarzwälder, Kindheit im Ostertorsviertel
Julian Oleg Nowak, Erinnerungen an die Zwangsarbeit bei der Bremer Wollkämmerei
Helmut Ostermeyer, Die Splitter tauschten wir wie Briefmarken
Werner Schrader, Lehrling auf dem Bremer Vulkan
Ulla Peters, Überall wollte ich mithelfen
Uwe Herkt, Meine Mutter hatte keine Zeit für mich
Inge Backhaus, Am Küchenfenster roch es nach Essen